Baubericht – Kleines Hafendiorama

Februar – März 2012 – Lars Kuhnert

Ein Baubericht zu einem Diorama, das sich mit dem Thema Hafen befasst. Ein Rangiergleis mit angrenzendem Lagerschuppen und einem Verladekran. Viel Spass beim Lesen!

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15. Febr.

Gestern hat es wieder gepackt und ich hab mir ein MTL-Gleis geschnappt und mit dem Aufbau einer Hafenszene begonnen. Sinn und Zweck dieses kleinen Dioramas soll es sein, zu testen, ob der Aufbau in der gedachten Art auch funktioniert. Die Höhenverhältnisse sind an den Hamburger Hafen angelehnt. Da ich vorhabe ein einzelnes Segment ausschließlich mit Rangierbereich mit den Maßen 800 mm x 200 mm in Bälde zu erstellen, soll dieses Diorama als Test fungieren.

Bis auf die Bodenplatte und die Anlegeholzstämme (Poller) ist der Bau ausschließlich aus Pappe und Verpackungsmaterial erstellt. Die Spundwände sind aus der Umverpackung von kleinen rechteckigen Törtchen entnommen (YES-Törtchen oder ähnliche). Hier seht Ihr nun die ersten Schritte, die ich dann jeweils mit einem Zwischenbild verehwigt habe.

Weitere Schritte und Bilder werden dann in den kommenden Tagen folgen.

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17. Febr.
Jetzt entsteht die Gesamtfront des Lagerhauses mit Schiebetoren. Als Ausgangsmaterial wurde die Schokoladenumverpackung gewählt und in doppelter Stärke vorbereitet.

Die Höhe der Front beträt 20 mm und die Torhöhe ist mit 16 mm gewählt. Nach Vermessen der Tore wurden diese mit einem Skalpell vorsichtig und paßgenau herausgetrennt.

Die erstellten Torflächen werden erst einmal zur Seite gelegt und warten auf spätere Bearbeitung.

Die obere hervorgewölbte Kante entstammt einer Knickfalz des Ausgangsmaterials. Auf die Unterkante ist Backsteinpappe aufgebracht und diese sorgt für eine vorstehende Abschlusskante der Hauswand.

Die definierten Tore werden jetzt mit dem Skalpell mit dem gewünschten Muster geritzt. Eine X-Form und durch senkrechte Linien anmutende Holzlattenstruktur.

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18. Febr.
Heute Morgen hab ich mir erneut die Fassade vorgenommen und die beiden Innenmauern erstellt. Die Rückseite der Aussenwand wurde in Backsteinoptik mit Mauerwerkpappe verkleidet. Step by step.  😉

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jetzt steht die Fuddelarbeit an. Zuerst einmal die Tore. Diese habe ich sauber mit gefeilt und geritzt. Dann wurden die Elemente mit schwarzem Lumocolor Stift eingefärbt, damit die Rillen satt dunkel erscheinen. Danach mit leicht angetrockneter Acrylfarbe entgegen der Linienführung der eingeritzten Linien vorsichtig pinseln. Die „Holzlatten“ dann erneut mit etwas verdünnter Acrylfarbe nachzeichnen. Somit entsteht eine plastische Wirkung wie auf dem 3. Bild erkennbar. Alles nur dünne Pappe.

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21 Febr.
Weiter geht´s. An diesem Abend habe ich weiter gearbeitet. Der Kai und die Laderampe wurden gestrichen. Ebenso die Spundwände. Zusätzlich hat die Lagerhallenfront innen und außen Stahlträger erhalten, an denen die Tore hängen. Due Zufahrt ist auch schon für LKW´s geöffnet.

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Und weiter. Nun seht Ihr das colorierte Hafenbecken. Verwendet habe ich eine alte Emailfarbe von Humbrol (Gloss 3). Es ergibt sich eine reflektierende Oberfläche, allerdings dauert es lange, bis die Farbe trocknet. Aber bis Altenbeken ist es ja getrocknet. Parallel habe ich an dem Lagerhaus weitergewerkelt. An der Front befindet sich nun ein Umlauf aus Brettern. Auf diesem Vorsprung läuft dann auch die Schiene des Verladekrans. Aber dazu dann später.

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Der Hafenkran

22. Febr.
Next step. Nun habe ich mir den Hafenkran vorgenommen. Zuerst wurde eine Zeichnung der Längen und Höhen gefertigt in Abstimmung mit den Maßen des Dioramas (Ebenen).

Dann wurden die einzelnen erdachten Elemente erstellt und zurechtgelegt. Dann ist das ganze wie ein Bausatz zusammengesetzt worden mit Querverstrebungen und dünnen Pappstreifen, um den Stahlträgern die Optik von T-Trägern zu verleihen.

Damit man sich das kleine Bauwerk auch gut vorstellen kann, habe ich hier mehrere Bilder aus verschiedenen Winkeln hochgeladen.

Auf dem letzten Bild eine provisorische Stellprobe auf dem Diorama.

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Hier die Ansichten des Kranunterbaus.

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23 Febr.
Nun die nächsten Schritte. Bei dem Kranunterbau wurden weitere Feinheiten ergänzt. Querverstrebungen aus Bastelresten und Karton. An den Seiten beispielsweise ist mit dem Skalpell aus den schräg angebrachten Stützen mittig Karton herausgenommen worden.

Oben auf dem Unterbau wurde ein Laufsteg aufgesetzt, der aus Streifen von Karton erstellt und eingeritzt wurde, um nach der Colorierung dann Holzbretter entstehen zu lassen. Ergänzend ist ein Geländer aus Plastikresten (Leiter) angebracht worden.

So weit. So gut.

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25 Febr.
Gestern Nacht habe ich den Unterbau coloriert. Nun ist er zu Stahl geworden. Seht selbst.

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02.März
So, weiter geht es.

Nun habe ich den Kranarm erstellt und nicht die einzelnen Schritte fotografiert. Hier seht ihr nun das Ergebnis des fertig zusammengesetzten Arms mit anschließender Colorierung (Acryl). Jetzt werden ich mich um das Kranhaus kümmern und habe mit der Bodenplatte und dem kreisförmigen Verbindungselement, das Haus und Kranunterbau verbinden wird begonnen. Ich habe vor, wie bei einer Schachtel mit Deckel zwei Elemente zu erstellen, die man ineinanderstecken kann, damit ich den Kran bei Bedarf auch bewegen kann.

Damit das Kreiselement auch eine bessere mechanische Optik erhält, habe ich schmale Kartonstreifen auf den zusätzlich aufgesetzten Ring aufgebracht und werde das ganze dann im Anschluss wieder Colorieren, dann wirkt es wieder wie Stahl.

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Hier nun das Verbindungselement zwischen Kranhaus und Unterbau in der ersten Umsetzung.

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Und hier wie versprochen für heute noch die Colorierung und Fixierung des tragenden Ringes auf dem Unterbau. Bei dem letzten Bild kann man dann sehr schön erkennen, wie beide Teile dann ineinander greifen.

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03. März
Weiter nun mit dem Kranhaus. Auch hier wurden die Wände als Abwicklung bereits erstellt. Dann die Fenster mit dem Skalpell vorsichtig herausgetrennt. Dann habe ich in meiner Restekiste gewühlt und durchsichtiges Verpackungsmaterial gefunden mit einem leichten Gelbstich. Ich finde das recht passend für einen alten Kran. Da sind die Fensterscheiben nicht mehr ganz neu.

Da die Fenster aus kleinen Aufteilungen bestehen, wurden dann die Fensterelemente mit dem Skalpell angeritzt, damit sich das Licht an den Kerben bricht und echt wirkt. Diese Teile dann mit den Einkerbungen nach außen auf die Innenseiten der Wände mit Sekundenkleber bündig befestigen.

Das gewölbte Dach ist auch schon vorgefertigt und mit einer 150 Kosmetik-Nagelfeile bearbeitet. (Diese Feilen sind klasse, sehen aus wie die Spachtel, die beim Hausarzt verwendet werden, wenn der Rachenraum begutachtet wird. Die Außenflächen sind mit Schmirgelflächen ausgestattet!)

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Die farblich gestalteten Innenwände in Holzoptik

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08. März
Das Kranhaus ist so weit fertig…nach den hilfreichen Links habe ich dann im hinteren Innenraum eine Winde angebracht mit einem zum Dach verlaufendem Stahlseil. Im vorderen Bereich habe ich eine Kanzel erstellt, bestehend aus Hebelpult und Sitz. Aus durchsichtiger Plastikverpackung ist dann die Verglasung entstanden, die noch angebracht wird.  😉

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Nun ist die Glasfront angesetzt und mit Sekundenkleber verklebt.

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Für alle, die es kaum erwarten können. Hier einmal ein kleiner Zwischenstand. Kranunterbau und Kranhaus zusammengesetzt mit aufgeklebtem Kranarm. Somit erhält man mal einen Überblick über die Größenverhältnisse der einzelnen Objekte auf dem Diorama.

Für den Kran wird es dann noch Laufschienen geben und natürlich ein Stahlseil durch die Verstrebungen geführt werden, allerdings verklebt ohne Funktion.

Lasst Euch weiterhin überraschen

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09. März
Jetzt ist noch eine Reling entstanden auf dem Kranarm zur Wartung aus 1 mm geschnittenen Streifen durchsichtigen Verpackungsmaterials. Eine echte Fummelarbeit. Das Ganze wurde dann mit Sekundenkleber fixiert und ausgerichtet. Später wird die Reling dann ebenfalls farblich behandelt, damit diese auch nach Stahl aussehen wird.

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10. März
Die Reling wurde angestrichen und hat nun eine Stahloptik erhalten. Herausforderung des Abends, das Verlegen des Stahlseils innerhalb des Kranarms und die Weiterführung durch eine Trommel oder Halterung bis hin zu einem Flaschenzug mit Haken am Ende des Seils.

Hier seht ihr nun das Resultat des kniffligen Zwischenschritts. Auf dem dritten Bild, bei dem ich das kleine Kunstwerk gegen den Lampenschirm meiner Schreibtischlampe gehalten habe, sollte man im Gegenlicht den Verlauf des Stahlseils ganz gut erkennen können.

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11. März
So nun ist auch die Erweiterung des Lagerhauses in die Höhe angegangen worden. Eine Holzverkleidung der Wand entstand, wobei die einzelnen Holzlatten wieder wie bei den erstellten Toren geritzt, geschwärzt und dann mit brauner Farbgebung coloriert wurde. Diese wurde dann schon einmal mit Sekundenkleber fixiert und angebracht.

Als nächster Schritt wurde bei dem Kranunterbau an beiden Enden auf der Unterseite eine Führung angebracht, um den Kran dann anschließend auf Laufschienen zu setzen. Eventuelle Laufräder sind somit kaschiert und der Kran stabilisiert.

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Hier ein kleiner aktueller überblick über das Diorama. Damit man die Führungsschienen besser erkennen kann, ist das Kranhaus nicht aufgesetzt. 😉

Die Führungselemente sind bereits bepinselt und erstrahlen in Stahlfarbe.

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12. März
Jetzt wenden wir uns dem Dach der Lagerhalle zu. Aus Karton wurde die Grundfläche geschnitten, an beiden Enden der Länge nach geritzt, gefaltet, damit eine bessere Stabilität entsteht. Am unteren Rand wurde die umgeknickte Fläche mit der Grundfläche mit Sekundenkleber verbunden.

Danach wurde die Fläche mit einem auf die Größe angepassten Vliesstreifen beklebt. Im Anschluss entstanden 1 mm breite Kartonstreifen aus Mustergrußkarten, die dann auf die Höhe der Dachfläche gekürzt wurden. Diese Streifen sind dann in optisch gleichem Abstand voneinander aufgesetzt worden. Zusätzlich habe ich Querstreifen ergänzt und aufgeklebt.

Zum Schluss das Ganze dann mit schwarzer Acrylfarbe streichen und trocknen lassen. Mit leicht getrockneter weiser Farbe wurde dann von oben nach unten über die plastische Fläche gestrichen, damit die Konturen der aufgebrachten Elemente besser zur Geltung kommen.  😉

Die Dachfläche wurde dann punktuell angebracht, damit eventuelle Korrekturen auf der Innenraumfläche vorgenommen werden können (Winkel der Dachschräge, usw.).

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Hier wieder wie gehabt eine kurze Gesamtansicht des Dioramas mit angebrachtem Dach für die Lagerhalle.

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15. März
Der Kranführer hat seinen Arbeitsplatz schon gefunden und beginnt damit, die Steuerung des Krans zu testen.

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18. März
Gestern schien die Sonne. Da habe ich dann ein paar Fotos des aktuellen Stands gemacht. Mittlerweile sind in der Lagerhalle Stahlträger eingebaut worden und die innere Stützmauer wurde nach oben verlängert, damit das Dach im richtigen Winkel aufgelegt werden konnte.

Die Stahlträger sind wieder aus doppelt verklebtem Karton mit dem Skalpell geschnitten und ,nachdem das Gerüst aus tragenden Streben eingesetzt und festgeklebt wurde, coloriert worden. Da Gerhard mir einen Leiharbeiter gesendet hat, der eine Tonne zurechtrückt, wurde kurzerhand eine Reihe von Tonnen an der Wand errichtet (Bastelplastikgerippe entgradet und geschmirgelt, dann auf Höhe zurechtgestutzt), mit passender Lücke. Also wird in den kommenden Tagen noch Lagergut erstellt werden.  😉

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Hier noch ein paar Impressionen mit dem super Arbeitszug. Noch einmal vielen Dank für die super Unterstützung mit den Figuren. Sie haben dem Diorama Leben eingehaucht.

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Ende des Bauberichts.

Modell erstellt von Lars Kuhnert

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